Göteborg – schwedische Perfektion an der Westküste

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Klar, wenn man aus Kiel kommt, dann kennt man Stena Line. Man fährt ja oftmals jeden Tag zur Schule, Uni oder zum Arbeitsplatz direkt an den großen, weißen Fähren am Schwedenkai vorbei. Ebenso klar ist da, dass man als echter Kieler irgendwann in den Genuss eines Minitrips nach Göteborg kommt. Bei mir war es vor einigen Jahren dann endlich soweit. Doch was war Göteborg eigentlich für mich? Damals nicht viel mehr als eine schwedische Stadt, die den Zielpunkt meiner ersten Kurzreise mit Stena Line darstellte.

Diese Einstellung zu Göteborg behielt ich allerdings nicht lange – so viel sei verraten. Ich denke, das sogenannte „In-den-höchsten-Tönen-von-Göteborg-Schwärmen“ ging bereits am frühen Morgen beim Frühstück mit Blick auf die Schären los. Wie kann sich eine Stadt schöner präsentieren als genau so? Der erste Eindruck ist eben bekanntlich doch der wichtigste und wohl auch der richtige.
Was ich mittlerweile an Göteborg liebe, als ich die Stadt bei mehreren Reisen immer näher kennenlernen durfte? Es ist nicht DIE EINE Sehenswürdigkeit, DER EINE tolle Laden oder DAS EINE Restaurant. Es ist im Grunde die Stadt selbst, die sich an einem Tag bequem zu Fuß erkunden lässt. Es ist das typisch Schwedische, auf das man unweigerlich an jeder Ecke stößt: die gemütlichen Cafés, die gut angezogenen, freundlichen Menschen – es ist die reine Entschleunigung mitten in der Stadt.
Besonders gerne spaziere ich morgens durch das Viertel Haga, wenn man direkt vom Schiff kommt, ist hier noch nicht viel los. Die zahlreichen Cafébesitzer bereiten sich so langsam auf den nachmittäglichen Ansturm vor, riesengroße Zimtschnecken, kanelbullar genannt, werden in den Schaufenstern platziert und warten nur darauf, von den nächsten Gourmets verzehrt zu werden. /Hannah

 

Karla Banitz

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